Sorge um Überleben von Mutter und Kind

Neue Ansätze in der Gestose-Forschung (Präeklampsie)


Drei bis vier Prozent aller Frauen erkranken im Laufe ihrer Schwangerschaft an einer Gestose. Die Vorfreude aufs Baby weicht bei dieser gemeinhin auch als Schwangerschaftsvergiftung und in Fachkreisen als Präeklampsie bekannten Erkrankung großer Sorge um Gesundheit und Überleben von Mutter und Kind. Die genauen Ursachen dieser wichtigsten Schwangerschaftskomplikation, die in der westlichen Welt an erster bis zweiter Stelle der mütterlichen Todesursachen steht, liegen nach wie vor im Dunkeln.

An der Frauenklinik des Universitätsklinikums Münster (UKM) stellen die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Gestose und die Behandlung betroffener Patientinnen einen besonderen Schwerpunkt dar. Ziel ist es, durch ein besseres Verständnis der Vorgänge auf zellulärer Ebene die Erkrankung künftig früher zu erkennen und gezielt zu behandeln. Um die vielversprechenden Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet finanziell zu unterstützen und dadurch nachdrücklich voranzutreiben, wurde jetzt ein gemeinnütziger Förderverein gegründet. Mitglieder dieses ,,Vereins zur Förderung der Forschung auf dem Gebiet der Gestosen an der Universitäts-Frauenklinik Münster e. V." sind Wissenschaftler der Frauenklinik und benachbarter Fachdisziplinen sowie die Gestose-Selbsthilfegruppe. Unter der Leitung von Prof. Dr. Walter Klockenbusch wurde eine Forschungsgruppe Gestose an der Frauenklinik des UKM aufgebaut, die einen weltweit innovativen Ansatz verfolgt. Im Gegensatz zum bisherigen ärztlichen Vorgehen bei dieser Erkrankung, das sich im Wesentlichen auf eine Behandlung der Symptome, wie vor allem des typischen Bluthochdrucks, konzentrierte, setzen die Wissenschaftler in Münster auf Früherkennung. Wenn Ärzte eine Präeklampsie (syn. Gestose) diagnostizieren, die neben einem Bluthochdruck auch durch eine auffällige Eiweißausscheidung gekennzeichnet ist, muß eine engmaschige, in der Regel stationäre Überwachung von Mutter und Kind erfolgen. Die beste Therapie für die Mutter wäre zweifellos eine sofortige Entbindung. Im Interesse der kindlichen Reife sollte die Schwangerschaft jedoch so lange wie möglich aufrecht erhalten werden. Die betreuenden Ärzte müssen in jedem Einzelfall den Verlauf der Schwangerschaft genauestens beobachten und abwägen, ob eine Schwangerschaftsverlängerung zu rechtfertigen ist, ohne das Leben von Mutter und Kind ernsthaft zu gefährden. Die Wissenschaftler konzentrieren ihr Interesse zur Zeit auf die Untersuchung von Blut und Plazentagewebe von Frauen in einem ganz frühen Stadium der Schwangerschaft, um schon zu diesem Zeitpunkt mögliche Veränderungen zu erkennen. Ein besonderes Augenmerk richten sie auf die Mechanismen, die sich in der Plazenta abspielen. Möglicherweise sind hier schon frühe Veränderungen zu entdecken, die sich auf die Funktion der Plazenta und darüber hinaus auf den fetalen und mütterlichen Organismus auswirken. Die Mitglieder der Forschungsgruppe sind auf diesem Gebiet schon ein wichtiges Stück vorangekommen. Gleichwohl liegt noch eine weite Strecke intensiver Arbeit vor ihnen. Dabei sind sie jedoch auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Zu diesem Zweck wurde folgendes Spendenkonto eingerichtet: Volksbank Münster, Konto-Nr. 26026700, BLZ 40160050. Mitglieder der Forschungsgruppe: 
Universitätsklinikum Münster
Prof. Dr. med. Walter Klockenbusch
Priv.-Doz. Dr. med. Ralf Schmitz
Priv.-Doz. Dr. med. Arrigo Fruscalzo, Ahlen
Dr. med. Jörg Heinig, Hamm
Dr. Maria Falkenberg
Dr. Mareike Möllers
Dr. Katrin Oelmeier
Dr. Anna Lenfers
Dr. Angela Falke
Dr. Kerstin Hammer
Dr. Ute Möllmann Vorstand:
1. Vorsitzender: Herr Priv.-Doz. Dr. med. Ralf Schmitz
2. Vorsitzender: Herr Prof. Dr. med. Walter Klockenbusch
Schriftführerin: Frau Yvonne Rohrbach
 
 
 
 

KONTAKT


Prof. Dr. med. Walter Klockenbusch
Leiter des Bereichs Geburtshilfe
E-Mail: walter.klockenbusch(at)­ukmuenster(dot)­de

Sekretariat und Assistenz
Fr. Andrea Ulff
Telefon: +49 (0)251 / 83 - 48212
Fax: +49 (0)251 / 83 - 47778
E-Mail: andrea.ulff(at)­ukmuenster(dot)­de